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01.11.2019 Interview mit Meinrad von Reding

Die nächste Phase der Digitalisierung bei BrokerStar


Mit der Übergabe der Geschäftsleitung an Meinrad von Reding tritt WMC in eine nächste Phase der Digitalisierung. Als ausgewiesener Brancheninsider kennt er die Entwicklungen am Markt sehr genau. Gemeinsam mit dem bewährten Team werden bereits nächste Schritte vorbereitet. Um Genaueres zu erfahren, haben wir mit Meinrad von Reding gesprochen.

WMC: Herr von Reding, gestatten Sie die Frage: Sind Sie genügend vorbereitet, um eine führende Brokersoftware in die Zukunft zu führen?

Ich bin seit 1985 in der Versicherungsbranche tätig und durfte in dieser Zeit in vielen verschiedenen Tätigkeiten und Branchenbereichen mein Wissen solide aufbauen. Ich kenne auch den Brokerbetrieb und die anfallenden Aufgaben und Abläufe sehr genau und habe einige Optimierungsprojekte geführt. Die letzten siebeneinhalb Jahre war ich als Geschäftsführer der IG B2B intensiv mit der Digitalisierung des Brokergeschäfts in der Schweiz beschäftigt. Themen und Bedürfnisse sind mir vertraut. Daher kenne ich auch die Hindernisse und Probleme der Broker und Versicherer. Ich weiss, weshalb diese Transformation sehr langwierig und noch nicht da ist. Ich nehme stetig an Anlässen und Weiterbildungen der digitalen Welt teil und konnte meinen Rucksack auch mit diesem Wissen anreichern. All diese Tätigkeiten verhalfen mir zu einem grossen Netzwerk mit Kontakten auf verschiedenen Ebenen in und um die Brokerwelt. Daher bin gut gerüstet und freue mich, mit voller Power, einer tollen Softwarebasis, einem fähigen Team schnell weitere Fortschritte mit automatisierten und digitalen Arbeits- prozessen zugunsten der Versicherungsbroker umzusetzen.

In meiner jetzigen Tätigkeit als CEO von WMC werde ich intensiv die Problemstellung von Datentransport, Datenformaten und deren Verarbeitung lösen, damit Brokerstar-Kunden zunehmend in den Genuss von voll automatisierten und effizienten Arbeitsprozessen kommen. Medienbrüche sollen auf ein absolutes Minimum reduziert werden, denn die Broker sollen massiv von hohen Qualitätsabläufen und Zeiteinsparungen profitieren.


WMC: Sehen Sie in Zukunft immer noch die klassische Marktaufteilung in Direkt- und Brokerkanal und welche Bedeutung haben Direktangebote?

Das ist eine gute Frage. Ich habe leider keine Glaskugel, um verbindliche Antworten zu geben. Ich denke, dass einfache und komplexere Geschäfte zu unterscheiden sind. Für einfachere Versicherungen gibt es bereits seit Längerem Angebote und Plattformen auf dem Markt, die durch Selbstservice schnell ein Angebot erstellen und auch gleich einen Abschluss anbieten. Der Bedarf an guter Beratung ist noch hoch im Kurs und finanzierbar. Aber der Kostendruck wächst. Kommende Generationen werden das Thema mit weniger physischer Beratung angehen. Es gilt Angebote und Beratung zeitnah hybrid zu optimieren. Die Beratung wird vermehrt mit technischen Devices unterstützt werden. Versicherungsangebote, die schnell verfügbar und elegant abzuwickeln sind, werden massiv an Abschlussvolumen gewinnen. Hier sind Lösungen gefragt, denn die disruptiven Anbieter wachsen rasant und entwickeln sich laufend entlang den Bedürfnissen der Kunden weiter. Hier wird BrokerStar im Rahmen technischer Möglichkeiten spannende Lösungen anbieten, die der Broker auch seinen Kunden zugänglich machen kann. Der Broker behält immer die volle Übersicht und kann bei Bedarf einwirken.

WMC: Sie sind ja erst seit Kurzem im Amt, haben Sie denn schon konkrete Ideen, wohin sich eine erfolgreiche Broker-Software bewegen muss?

Oh ja, da haben sich in den letzten Jahren viele angehäuft. Es sind viele interessante Ideen vorhanden, die ich teilweise auch bereits mit Versicherern und Brokern ausgetauscht und dabei deren Feedback abgeholt habe. Wichtig ist vorerst, dass die verschiedenen Lieferwege und Datenformate soweit technisch nutzbar gemacht werden, dass diese für automatisierte und digitale Anwendungen genutzt werden können. Dadurch entsteht eine höchst effiziente Wertschöpfungskette. Manuelle und unproduktive Arbeiten werden eliminiert. Ich habe vor Kurzem die Zertifikatsarbeit für den CAS Digital Insurance eingereicht, wobei ich mich genau diesem Thema einer hoch digitalen Brokerstar-Lösung (BrokerStar 4.0) mit einem Minimum an Medienbrüchen gewidmet habe. Erste Gespräche mit Anbieter und anderen Anspruchsgruppen laufen bereits, um unseren BrokerStar-Kunden schnell Lösungen anbieten können.

WMC: Wird BrokerStar zu einer umfassenden Lösung ausgebaut, die sämtliche erdenklichen Funktionen des Brokers abdecken wird?
   

Ja, das ist unser Ziel. Es ist uns ein grosses Anliegen, diese Lösung nach den Bedürfnissen unserer Kunden zu entwickeln. Es gibt Lösungen, die alle Kunden betreffen und davon sollen auch alle BrokerStar-Kunden profitieren. Es wird jedoch auch Lösungen geben, die individueller Natur sind. Jeder Kunde soll für sich die optimale Anwendung seiner Geschäftsprozesse finden und nutzen können. BrokerStar wird möglichst viele unterstützende Tools und Angebote am Markt (Buchhaltung, Vorsorgeberatung, Vergleiche, Schnittstellen zu Versicherern u.a.) anbinden, damit für Kunden eine überzeugende Beratung und Dienstleistung machbar wird. Wir nehmen gerne Wünsche auf und versuchen, diese wenn immer möglich in die Weiterentwicklung und Optimierung von BrokerStar einfliessen zu lassen. Ich freue mich sehr, hier zusammen mit den zahlreichen BrokerStar-Kunden zu wachsen.

WMC: Welche grundlegenden Funktionen braucht eine Brokersoftware und mit welchen Marktteilnehmern sollen Daten ausgetauscht werden?

Viele Verarbeitungsprozesse sind wiederkehrend und sollen schnell und idealerweise ohne Medienbrüche ablaufen. Auf dieser Basis kann eine Brokersoftware Prozesse aufgrund vorhandener Daten verarbeiten und veredeln. Die Daten sollen aktuell sein. Dadurch erhalten Kunden eine hochstehende Beratung mit den für sie wichtigen Informationen. Die unterstützenden Services und Angebote am Markt werden in einem Workflow für den Broker nutzbar gemacht. Daher sind die Anwendung von BrokerStar B2B2C (Versicherer - Broker - Kunde) verfügbar. Broker und Kunde können die nötigen Angaben und Anwendungen jederzeit effizient nutzen, um mittels der vorhandenen Business-Logik proaktiv reagieren zu können. Standardisierte Anwendungen ermöglichen einen optimalen Workflow über alle Prozesse mit allen Akteuren.

WMC: Wird BrokerStar die Prozesse der IG B2B auch auf dem neuen Eco Hub unterstützen?

WMC ist seit Jahren ein Vollmitglied der IG B2B. Wir nehmen diese Digitalisierungsinitiativen sehr ernst und wenden bereits seit Jahren die vorhandenen Standards via DXP an. Noch ist zu wenig bekannt, welche Vorteile der angekündigte EcoHub der IG B2B aufweisen wird. Sehen wir Vorteile für unsere BrokerStar-Kunden wie effizientere Prozesse in der digitalen Anwendung, dann werden wir den EcoHub natürlich unterstützen. Wir prüfen jedoch noch weitere Anwendungen, die helfen den digitalen Durchbruch nun zu forcieren.

WMC: Viele Leser werden noch weitere Fragen haben. Welche Möglichkeiten gibt es für Kunden und Interessierte mehr zu erfahren?

In meinen ersten Tagen bei WMC war ich bereits mit diversen BrokerStar-Kunden und  Interessenten in Kontakt und nahm viele Glückwünsche und Anliegen auf. Ich freue mich auf alle Kontakte und Gespräche und lade Sie ein, sich bei mir zu melden. Sie erreichen mich unter Telefon 061 716 11 20 und E-Mail mvonreding@wmc.ch.

"Lasst uns gemeinsam in der digitalen Umsetzung der Geschäftsprozesse im Brokermarkt Fortschritte erreichen. Warten ist keine Option."

WMC: Herr von Reding, wir danken Ihnen für dieses Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrem Team viel Erfolg.