News Detail

26.08.2018 Naturkatastrophen

Deutliche Zunahme an Ereignissen.



Die Zunahme der Naturkatastrophen hält sich nicht an Grenzen, die Ereignisse nehmen auch in Europa stark zu, wie es uns die letzten beiden Jahre gezeigt haben. In den vergangenen knapp 40 Jahren hat sich die Anzahl der für Versicherungen relevanten Ereignisse mehr als verdoppelt. In den 1980ern gab es jährlich im Schnitt gut 290 Katastrophen, im aktuellen Jahrzehnt waren es durchschnittlich schon mehr als 640.


Das Jahr 2017 war alarmierend. Nach mehreren schadenärmeren Jahren verursachten Naturkatastrophen Gesamtschäden von 340 Milliarden US-Dollar. Es war die zweithöchste Schadenssumme überhaupt und fast doppelt so viel wie im Vorjahr. 



Überschwemmungen haben am deutlichsten zugenommen. 2017 machten sie fast die Hälfte der Ereignisse aus, stellten also mit Abstand die grösste Gefahr dar. Beim Rest handelte es sich vor allem um verschiedene Arten von Stürmen. 





Immer noch präsent sind die Hitzewellen und Trockenperioden, die Europa und andere Weltregionen seit Anfang Sommer fest im Griff hatten und beispielsweise in Kalifornien und Griechenland zu verheerenden Waldbränden sowie im Süden Australiens zu anhaltender Dürre führten. Die grössten Schäden verursachte in der ersten Jahreshälfte 2018 allerdings das extreme Winterwetter.




Eine aussergewöhnliche Situation dieses Jahr waren die Gewitter und die Dürre in Europa.
"Über 500 Menschen flüchten vor Feuerinferno." Diese Meldung betraf die Gegend um Berlin.


Das Risiko durch Naturgefahren sowie das Ausmass der Schäden nehmen auch in der Schweiz kontinuierlich zu. Der Siedlungsraum dehnt sich aus und wird auch in gefährdeten Gebieten immer intensiver genutzt. Zudem führen die Auswirkungen des Klimawandels voraussichtlich zu einer erhöhten Gefährdung durch Naturereignisse in der Schweiz. Ein Beispiel dazu ist der Bergsturz von Bondo an der Nordflanke des Piz Cengalo im Schweizer Kanton Graubünden. Das ist der grösste Bergsturz in Graubünden seit Jahrzehnten, der acht Menschenleben forderte und es gab Evakuierungen und Zerstörung.

Auch viele Firmen hier fürchten die Naturkatastrophen, die sich weltweit ereignen: Superstürme, Erdbeben oder Vulkanausbrüche können Lieferketten durcheinander bringen oder Logistikprobleme verursachen. Die Auswirkungen von Naturkatastrophen gehen weit über den Sachschaden in den betroffenen Gebieten hinaus.

 

Quellen: 

Munich Re
bocquel-news.de
bazonline.ch
tagesanzeiger.ch