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01.07.2017 Vereinheitlichter Schweizer Zahlungsverkehr

ISO 20022 rückt näher und näher


Sieben verschiedene Einzahlungsscheine, unterschiedliche Lastschrift- systeme, hohe Transaktionskosten: All das soll dank der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs bald der Vergangenheit angehören. Banken und Postfinance vereinheitlichen ihre Systeme bis Ende dieses Jahres.
 
Die Umstellung betrifft auch Firmenkunden. Diese haben für die Anpassungen Zeit bis spätestens Mitte 2018, wie die Finanzdienstleisterin SIX und die Bankeninitiative PaymentStandards.ch am Donnerstag anlässlich einer Medienkonferenz mitteilten.
 
Alle Finanzinstitute und Unternehmen müssen ihre Systeme auf die Norm ISO 20022 umstellen. Diese definiert ein einheitliches Datenformat und damit eine Einheitssprache, die von allen Marktteilnehmern verstanden wird. Die EU hat ihren Euro-Zahlungsverkehr bereits 2014 auf diese Norm umgestellt, auch in Ländern wie Japan und Australien kommt sie zum Einsatz.
 
Die unterschiedlichen Kontonummern der Schweizer Finanzinstitute werden bei der Umstellung durch die international gültigen IBAN-Kontonummern ersetzt. Im Zuge der Harmonisierung werden auch die unterschiedlichen Lastschriftverfahren der Postfinance und der anderen Banken vereinheitlicht. Der gesamte Zahlungsprozess vom Rechnungssteller zum Rechnungsempfänger soll standardisiert und durchgehend automatisiert werden.
 
Die sieben verschiedenen Einzahlungsscheine verschwinden. Sie werden abgelöst von einem Einzahlungsschein mit digital lesbarem QR-Code, der alle Daten für die Zahlung beinhaltet. Die QR-Rechnung kann allerdings erst eingeführt werden, wenn die Umstellung auf die Norm schweizweit abgeschlossen ist.  Der genaue Zeitplan für die Einführung der QR-Rechnung soll am 27. April bekannt gegeben werden. Die Softwarelösungen von WMC werden rechtzeitig angepasst.