
Grösste Linux-Migration der Welt
Die Deutsche Bahn hat einen weiteren Meilenstein bei ihrer strategischen Linux-Umstellung erreicht: Die Domino-Server für alle 55.000 Notes-Nutzer des Konzerns sind mittlerweile auf das Open-Source- Betriebssystem migriert. Von der Umstellung verspricht sich der Konzern nachhaltige Kostenersparnis, größere Flexibilität und Integrationsvorteile.
Ihre Fahrplanlösung hat die Bahn bereits von HP Non-Stop auf Linux migriert. Als nächsten folgen verschiedene SAP-Systeme, darunter für den Sales Support, die von Unix auf Linux umgestellt werden. Bis Ende des Jahres sollen dann auch alle übrigen geschäftskritischen Systeme wie Datenbank, Application-, Web- und Mail-Server sowie die Netzinfrastruktur unter Linux laufen.
Auf das riesige Projekt - das selbst die häufig zitierte strategische Migration der Stadt München in den Schatten stellt - hatte sich die Bahn im Mai vergangenen Jahres geeinigt. Etwa die Hälfte der rund 300 Server des Unternehmens war bis November 2006 bereits umgestellt. "Unser Auftrag ist es, einen effizienten und ökonomischen IT-Service für die Deutsche Bahn zu entwickeln und zu liefern", erklärte Detlef Exner, Produktionsdirektor bei DB Systems. "Linux ist ein Schlüsselelement unserer Strategie, und die gelungene Migration unseres Mainframe-basierenden Notes-Systems ist ein klares Zeichen dafür, dass dieses wichtige Projekt erfolgreich sein wird."
Steve Menadue, Vice President Technology Group gratuliert der Deutschen Bahn zu ihrer visionären Entscheidung, alle kritischen Systeme auf Linux umzustellen. Diese strategische Wahl ist ein weiterer Beweis dafür, dass Linux inzwischen zu einer strategischen Unternehmensplattform gereift ist.
03.10.2009 - Quelle: Computerwoche München

